13*10*2009 // zurueck auf *LOS*...

...oder *ready to jump* oder *gruen zu grau* oder *bye new zealand. bye for now. it might not be forever... who knows*. der ueberschriften koennte es heute viele geben. ich bin auf dem weg. inzwischen immerhin schon drei flugstunden hinter mir, stehe ich auf dem flughafen in sydney. ich komme naeher, nehmt euch in acht. nur ein paar kleine traenchen wollten mich verwirren, als ich meinen gurt angelegt habe. ein kurzer seelischer aufschrei. *was, das war es jetzt?*. aber dann. ein laecheln. gedanken an eine zeit, die viel zu schoen war, um sie jetzt zu beweinen. vielleicht habe ich mir auch einfach ein cleveres abschiedslied ausgesucht - nicht zu heulig. koennt ihr DAS glauben ;) ? *long white cloud* von shapeshifter. das hat meine letzten wochen gepraegt und... ich kann garnicht beschreiben, was es in mir ausloest. gaensehaut, sehr sehr tiefe gaensehaut. es ist so genial.

ich freue mich also auf daheim. was in meinen letzten tagen hier noch zur wander-erkenntnis dazugekommen ist, ist erstaunlicherweise die tatsache, dass ich so uebersaettigt und ruhelos geworden bin, dass ich die schoenheit neuseelands nicht mehr wirklich geniessen konnte. niemals haette ich gedacht, dass ich das mal sagen wuerde, eher sah ich mich schon ein versteck in den bergen suchen, damit ich fuer immer hierbleiben kann. aber. es ist jetzt erstmal genug. es wird zeit, alles zu verarbeiten und vertraute menschen um mich zu fuehlen. und schauen, was sich in mir wirklich veraendert hat. wie madonna in meinem auf zweitem rang stehendem farewell-song singt: *i haven't got much time to waste, it's time to make my way. i'm not afraid of what i face, but i'm afraid to stay. i'm going down my own road and i can make it alone...* mal sehen, ob mir diese zuversicht und kraft erhalten bleiben, wenn ich spaeter einer grauen welt gegenueberstehe... ;) bis gleich!

 

9*10*2009 // ich kann kaum noch sehn...

...denn einmal mehr schuettet der himmel alles, was er an regen zu bieten hat, auf das fleckchen erde, an dem ich meinen abschied plane. es ist zur gewohnheit geworden, dass es giesst, wenns ans wegfahren geht, aber heute haette ich mir eine ausnahme gewuenscht. um die berge nocheinmal vom sofa auf der terrasse aus anzulaecheln, einen spaziergang durch die jeden tag gruener gewordenen cassisfelder zu machen und die letzten besorgungen in motueka trocken zu ueberstehen. aber gut. so denke ich wenigstens nicht so oft  *das ist das letzte mal, dass ich das und das tue oder sehe* . und, wenn das nicht eine gute seite an der himmelsflut ist: paul wird glaenzen, wenn ich ihn morgen in christophes haende uebergebe. zumindest von aussen ;)

diese woche habe ich auf einem zweitagesmarsch durch den abel tasman national park eine sehr simple, aber wichtige erkenntnis fuer mich gewonnen. schon bevor wir nach neuseeland gekommen sind, habe ich mich mit dem gedanken gequaelt, dass die zeit hier viel zu schnell vorbeigehen wird. die vergangenen monate und wochen war ich so oft traurig, weil ich nur daran denken konnte, dass der abschied, wannimmer er kommen wuerde, zu frueh sei. vieles konnte ich dadurch nicht richtig geniessen. und jetzt ist mir bewusst geworden, dass die zeit zwar schnell vergeht, sie fliegt, sie eilt davon - aber nicht spurlos. sie hat etwas gebracht. freundschaften, geschichten, bilder, erfahrungen, abenteuer, erkenntnisse, traeume, gefuehle... das ist das, was die zeit ausmacht, EBEN WEIL sie vergeht. vieles wird verblassen, aber immer wird es etwas geben, das bleibt. so werde ich nichts verlieren, wenn ich naechste woche in mein graues schiff nach westen steige. ich habe nur gewonnen. die erinnerungen an diese vergangenheit hier werden meine gegenwart und meine zukunft faerben und der stoff und der ausgangspunkt fuer viele neue mosaiksteine in meinem leben sein.

es ist simpel, ich weiss. aber manchmal dauert es eine weile, bis dinge, die einem eigentlich klar sind, im kopf ankommen und zu einem bewusstsein werden. ich war was das betrifft schon immer etwas langsam ;)

und nun - bei einer gewissen verbliebenen resttraurigkeit - bin ich bereit, zu gehen. weiterzureisen. eine neue reise zu beginnen. in die vergangenheit. und in die zukunft.

 

7*10*2009 // shortcuts III...

...was ich bei meinem bericht um napier ausgelassen habe: paul schwaechelte. nach einer pipipause drehte ich den zuendschluessel im schloss - was dann folgte, war nicht das uebliche freudige schnurren. paul heulte auf wie ein verwundetes tier. oh gott. okay. ruh dich aus. waren ein paar anstrengende tage on the road. aber auch einige minuten spaeter das gleiche geraeusch. ich weiss nicht, ob ihr nachempfinden koennt, wie sich das anfuehlt, wenn man irgendwo ab vom schuss allein mit einem kranken auto voller ramsch stehenbleibt und nicht wirklich ne ahnung hat - WAS JETZT?? erstmal graham anrufen. das hab ich schon damals gesagt, als er mir mit den reperaturen half, um den tuev zu bekommen: es ist immer gut, einen mechaniker zu kennen. zumindest wuerde er mir aus der ferne einen rat geben koennen, was los ist, oder was ich tun kann. also rief ich an, versuchte zu erklaeren was los war und sagte zu ihm, dass ich den motor mal anlasse, damit er vielleicht das laermen des armen kerls hoeren und beurteilen kann. ich startete also - und... NICHTS!! er schnurrte!! graham hatte anscheinend fernheilende faehigkeiten. wir mussten beide lachen und er meinte: *das ist wie, wenn man zum arzt geht. im sprechzimmer sind ploetzlich alle symptome verschwunden.* wie wahr. meine erleichterung koennt ihr euch vorstellen - aber all das war ein grund mehr fuer mich, auf dem schnellsten weg zu melanie und marco nach palmy zu fahren. moeglichst, ohne nochmal anhalten zu muessen. da machte mir leider ein leerer tank einen strich durch die rechnung, aber paul hielt durch. inzwischen kenne ich die ursache des problems - das zuendschloss fing an, zu blockieren, und der schluessel huepfte nach dem anlassen nicht zurueck. wieder auf der suedinsel zwei wochen spaeter ging dann garnichts mehr. nicht einen millimeter liess der schluessel sich drehen. ich bat den cassis-boss kem, bei dem ich wieder die arbeit aufgenommen hatte, um rat, der kurzentschlossen anfing, alles auseinanderzuschrauben. nebenbei, da ich ihm die motivation nicht nehmen wollte, bemerkte ich, dass ich dachte, man koennte dem problem vielleicht abhilfe schaffen, indem man einfach oel oder so, hab ja keine ahnung, ins schloss spritzen koennte. hmm. yeah. that could work. obs gut war oder nicht - anscheinend hatten wir beide keinen plan - jedenfalls hat es funktioniert. paul is back.

 

1*10*2009 // shortcuts II...

also weiter...

nachdem ich mir aufgrund aller mulmigkeiten nicht mehr wirklich sicher gewesen war, ob ich tatsaechlich um das eastcape herumfahren moechte, entschieden paul und ich mich dafuer, am morgen nach meiner nacht im einsamen backpackers wenigstens noch ein stueck weiterzufahren und nicht gleich umzudrehen. so fuhren wir. und fuhren. und fuhren. und irgendwann hatte paul mich so weit geflogen, dass er mir die entscheidung abgenommen hatte - ich wollte es ja AUCH. und es war ein so schoener sonniger tag. und das meer strahlte mich wieder so unverschaemt blau an, dass ungute gedanken einfach... verblauten. ich war froh. eine ganz und gar herrliche fahrt, tolle blicke ueber die unendliche weite am leuchtturm, einsame leuchtende straende, winzige und zauberhafte doerfchen und wieder dieses gruen, dass die ganze luft zu faerben scheint. nichts zu bereuhen also. ich erreichte am spaeten nachmittag das am ende der eastcapeumrundenden strasse gelegene gisborne, dass sich damit ruehmt, die am oestlichsten gelegene stadt neuseelands zu sein und wohl eine hammermilenniumparty gefeiert haben muss. als ich die von riesigen palmen gesaeumte hauptstrasse sah, entfuhren mir einige *WOW's*, aber schon ein paar stunden spaeter, als ich auf dem weg zum supermarkt dort entlangschlenderte, nervte es mich - viel zu touristisch und viel zu *moechte-gern-super-surfer-ambiente*. nach der schlichten, aber so erfuellenden schoenheit der natur, die meinen augen fuer zwei tage geschmeichelt hatte, erschien mir dieser ganze schicki-micki-unsinn laecherlich. am naechsten tag also gleich weiter - napier war mein naechstes ziel. ich hatte einige erwartungen an die art-deco-stadt, und die erfuellten sich schon vom blick aus weiter ferne: in der ausgedehnten bucht lag sie am horizont wie eine riesige insel im meer. da ich mich noch nicht genau entschieden hatte, wo ich bleiben wollte, nahm ich den direkten weg ins zentrum, um mir ueber heruntergelassene autoscheiben hinweg anzuschauen, ob napier ein sternchen verdiente. das tat es wohl, jedoch ueberwaeltigte es mich fast zu sehr - ich fuehlte, dass das eine geschichte nicht nur fuer eine nacht sein koennte. dieser ort wollte entdeckt werden, mit ruhe, mit zeit. leider hatte ich beides nicht, weil mein konto mal wieder den zeigefinger gehoben hatte. verrueckterweise entschied ich mich deshalb dafuer, der schoenen stadt direkt wieder den ruecken zu kehren - und wiederzukommen. irgendwann...

 

22*9*2009 // shortcuts...

bevor ich mich nicht mehr daran erinnern kann, dachte ich, erzaehle ich mal von meinen erlebnissen der solotaenzerei. also...

nachdem ich franzis rotem kaenguruh traenenueberstroemt nachgewunken hatte, gab es fuer mich kein halten mehr - ich musste weg. weg von auckland, weg von diesem bedrueckenden gefuehl, das - ich weiss nicht, warum - die grosse stadt in ihrer fuehlbaren naehe ausstrahlte. ein wenig nervoes ob der dichten verkehrslage - ist man ja nicht mehr gewoehnt nach fast zehn monaten auf dem land - schlaengelte ich mich tapfer ueber den highway. die ostkueste war mein ziel. da ich es nicht am gleichen tag bis dahin schaffen wuerde, beschloss ich, bis zum nachmittag zu fahren und dann einen uebernachtungsstopp einzulegen. da blinzelte mir auf der landkarte mt. maunganui vertraut zu - warum nicht ein paar erinnerungen hinterherhaengen? das hostel, in dem wir damals gewohnt (und gewuetet ;) ) hatten, war erfuellt vom gebruell anscheinend hunderter kinder - ich stoehnte innerlich auf. ruhe waere schon nicht so schlecht gewesen. da kam mir die nette tatsache zuhilfe, dass zum hostel noch ein appartment auf der naechsten parallelstrasse gehoerte, in welches ich mich dankbar einquartierte. dort traf ich auf einen schweizer und zwei maedels aus stuttgart - wurden deutschsprachige neuerdings abgeschoben :) ? es war mir recht. ich fuehlte mich verlohren und war froh ueber nette, unkomplizierte verstaendigung. marco erzaehlte mir von seinem plan, den sonnenaufgang des kommenden tages auf dem mount von mount maunganui zu begruessen. das war so verrueckt, dass ich mich direkt dazu einlud. die maedels hatten kein interesse daran, kurz vor sechs auf einen berg zu klettern, auch wenn er ziemlich klein war, und so kraxelten wir beide allein los - ich mit einem moerderhusten, der mich ziemlich lahmlegte. so schickte ich den skilehrer vor und erreichte den gipfel erst, nachdem die sonne die stadt wachgekuesst hatte. trotzdem wars voll toll :)

nach dem fruehstueck startete ich in richtung osten. am abend hatte ich mich ueber das eastcape belesen und wusste nun, dass diese gegend (genannt *forgotten paradise*) die einzig gebliebene region in neuseeland ist (hoffe, das hab ich mir richtig eingepraegt...), in der mehr maori als pakeha (weisse) lebten, und von vorsicht war die rede, weil in einigen der communities keine touristen willkommen sind. natuerlich war ich sogleich beunruhigt und sah mich schon im geiste auf einer einsamen landstrasse, ohne handyempfang, ueberfallen und was weiss ich noch. im nachhinein muss ich so darueber lachen, weil es dort so so schoen und friedlich war, die wenigen menschen, die ich sah, winkten mir freundlich zu. ich uebernachtete in einem hostel, in dem ich der einzige backpacker war und in dem die gaeste das private wohnzimmer und internet der besitzer mitbenutzen. ein wunderschoener, ruhiger sonnenuntergang ueber einem magischblauen meer klaerte meine seele, und ich begann, mich stark und bereit zu fuehlen, fuer den weg allein...

bald gehts weiter.

 

12*9*2009 // eindrücke im rückblick ausgedrückt

“Der Vorhang zu, das Licht geht aus.
Es ist vorbei, das war der letzte Applaus.
Ein Blick zurück, dann wird es still [...]
Denn das ist jetzt der Moment,
wo alles endet und neu beginnt ...”

Liebe Leut, ja es ist tatsächlich so...ich bin wieder Zuhause. Zumindest köperlich angekommen. Der Rest verweilt noch irgendwo im Nirgendwo und zum größten Teil in dem Land, welches für die letzten 10,5 Monate zu einer neuen Heimat geworden ist. Dem Reich der unsichtbaren Kiwis, schneebedeckten Bergen, atemberaubenden Stränden, glänzenden öffentlichen Toiletten, leckeren Pies und den wohl freundlichsten Menschen der Welt.


Das letzte Jahr war rückblickend betrachtet die wohl schönste, intensivste und ereignisreichste Zeit meines Lebens. Ich habe so viel sehen können und kam in Kontakt mit so vielen lieben und interessanten Menschen. Es sind Freundschaften entstanden, die zum Teil auch über die dort gemeinsam gelebte Zeit hinausgingen und gehen. Aber auch für all jene Begegnungen, die den Moment danach nicht überlebt haben bin ich sehr dankbar. Ich bin mit ihnen und an ihnen gewachsen (hüstel).


Ich überlege schon seid einiger Zeit, was für mich den Höhepunkt der Reise bildete, kann mich aber bisher nicht zu einer Aussage durchringen. Es muss wohl erstmal alles verarbeitet werden. Erinnerungen finden sich nur nach und nach in meinem Kopf wieder.

Gestern Morgen bin ich aufgewacht und hatte plötzlich die Bilder unserer ersten Woche in Christchurch vor meinem inneren Auge. Bilder der Ratlosigkeit, von Orientierungsschwierigkeiten, des großen Staunens, etc. Nach und Nach erlebt man Dinge wieder neu, welche während der letzten 10 Monate nicht immer gegenwärtig waren, in Vergessenheit gerieten und obwohl es sich oft nur um Wochen oder Monate handelte ganze Jahre entfernt schienen. Das Gehirn ist eine seltsame Maschine. Aber wie Katja schon sagte, die wirkliche Reise beginnt erst mit der Rückkehr nach Deutschland.


Gerade sehen ich wieder vor mir, wie wir im Sommer Kirschen gepflückt haben. Ich stehe hoch oben auf der Leiter und mit einem mal rutscht diese aus unerfindlichen Gründen weg und ich hänge um Hilfe winselnd im Baum ... eine lustige Geschichte... oder die Situation, als wir mit Christophe und Justine Kayaken waren und die Truppe wegen mir auf einer Insel anhalten musste, damit ich mal pippi kann (direkt am Strand) ... oder als wir mit Maren auf dem Campingplatz in Alexandra wohnten, nach der Arbeit Heim kamen und Marens Igluzelt wetterbedingt eine Zeitreise in die Hochgotik unternommen hatte... oder die vielen unschuldigen Möhren, die auf Grund meines Unvermögens, sie von Unkraut zu unterscheiden, sterben mussten ... oder einfach die kleinen Babyschafe, die man im Pullover über Wiesen hoppeln sah. oder, oder, oder. Das alles sind Bilder, die ich wohl nie wieder vergessen werde. Bilder, die mir in Zukunft öfter mal ein Lächeln aufs Gesicht zaubern werden. Ich kann es nur immer wieder sagen: Es war eine schöne Zeit!


Eine Zeit, die ohne Neu*Seh*Land*Streicher Nr. 2 (erstens nie gekommen und zweitens) mindestens nur halb so schön gewesen wäre. Danke, danke, danke mein treuer Weggefährte. Es ist seltsam sonderbar nach dieser langen Zeit ohne dich ins Reich der Realität zurückzukehren. Ich freue mich, wenn mit deiner Rückkehr ein Stück Neuseeland wieder gegenwärtig wird, indem wir gemeinsam auf die Zeit zurückblicken, über die lustigen Dinge lachen, die wundersamen staunen und die anstrengenden stöhnen werden. Aber bis dahin is ja noch ne Weile! Genieß den Frühling mein Freund! Du fehlst hier!


An alle Anderen ... danke für die treue Leserschaft, auch wenn es mit der Berichterstattung nicht immer ganz up to date zuging. Aber ihr wisst ja das Leben eines Dirty Backpackers ist auch nich immer einfach und vor allem stressig :)
LG und bis bald
die Franzi

 

11*9*2009 // pat, mozart und zigaretten...

nach knapp vier tagen solostreicherei ueber die nordinsel bin ich am mittwoch bei melanie und marco in palmerston north gelandet. melanie hatte ich letzten sommer im leo kennengelernt, kurz bevor sie zu ihrem freund nach neuseeland gezogen ist, der hier fuer zwei jahre an der uni arbeitet. die beiden leben in einer zwar kalten, aber sehr suessen umgebauten doppelgarage und haben mich etwas alltagsgestresst, jedoch herzlich empfangen, obwohl wir uns kaum kennen. ihre vermieterin pat hat mich im gaestezimmer ihres eigenen, liebevoll eingerichteten und mit buechern vollgestopften hauses aufgenommen, weil das garagenhaeuschen etwas zu klein fuer besucher ist. alles hier ist unglaublich herzenswarm. die coole lady ist 78; gebuertige neuseelaenderin und hat einige jahre in deutschland gelebt; weitgereist und gebildet; klein und superzierlich; quicklebendig und aktiv; pflegt liebevoll ihre vier katzen und schmeisst haushalt und garten gern selbstandig mit ihrer neuen huefte; sie liebt klassische musik und klavierspielen, hat gern gaeste um sich und raucht wie verrueckt. als ich abends hier ankam, hatte sie gerade eine kleine ratte gefangen, die sie niemals toetet, sondern persoenlich mit ihrem auto zum fluss bringt und dort aussetzt. wenn eins der erhaschten tierchen mal fuer laenger im kaefig darbte, gibt es durchaus noch muesli und wasser, bevor es in die freiheit geht. melanie und marco nahmen mich mit zur quiznight ins pub. als ich nachts ins haus kam, begruesste mich ein extra beheiztes und erleuchtetes zimmer und eine molligwarme heizdecke im frischbezogenen federbett. genau das brauchte meine angeschlagene gesundheit! morgens fuhr pat zum baecker - nur, um fuer mich ein frisches broetchen und ein croissant zu kaufen. heute hat sie stundenlang mit mir beim arzt gesessen und mir heisse schokolade gebracht. all das ist pat. und sicher noch viel, viel mehr. unglaublich. unglaublich danke!

die nordinsel ist uebrigens genial und die meinung vieler stimmen, dass die suedinsel viel, viel schoener und freier sei, mag ich nicht so recht teilen. sicher, es leben mehr menschen hier, aber die konzentrieren sich einfach auf die stadte, von denen es mehr gibt und die groesser sind. allein in auckland zaehlt man ja schon ueber eine million leute. aber den rest der insel empfinde ich nicht unbedingt als dichter besiedelt - man fuehlt hier genauso die freiheit: wide open space, unheimlich gruene, scheinbar endlose huegellandschaften. der charakter von *te ika-a-maui*, wie die nordinsel auf maori heisst, ist sehr spannend: vulkane, geothermische landschaften mit geysiren und stinkenden mud pools, kraterseen, schwarze straende, viel maorikultur, daneben saftigeres, grueneres gras und mehr kuehe. das meer ist ebenso magisch blau, die menschen genauso freundlich wie im sueden.

was haben wir alles erlebt...: nach unserer ankunft in wellington war ich persoenlich ziemlich erdrueckt von der stadthektik, den vielen autos, all den menschen, ueberdimensionalem informationschaos. ich kam mir ganz klein vor. unbedeutend. verloren. trotzdem versuchte ich, nicht gleich in eine depression zu verfallen und beschloss, der stadt eine chance zu geben. im worldwide backpackers trafen wir nette leute: wir machten einen kultur-touristentag mit jana aus leipzig und verbrachten sechs stunden im museum te papa, das uns viel ueber neuseelands entstehung, geschichte, tiere und pflanzen, menschen und kultur lehrte. wir liessen uns im erdbebensimulator durchruetteln, um nachzufuehlen, was wir in unserer ersten nacht in wellington verschlafen hatten: ein erdbeben staerke 5.2 hatte die stadt heimgesucht. wir haben nix mitbekommen... weitere aktivitaeten in der hauptstadt umfassten eine fahrt im cable car und eine ausgedehnte (langweilige :)) wanderung durch den botanischen garten und eine kleine, betrunkene tanz-und-club-tour. spaetestens das versoehnte mich mit der city. :)

nach wellington und dem abschied von christophe duesten franzi und ich nach wanganui, wo wir auf einem total niedlichen holiday park uebernachteten. am naechsten tag ging es bei regen und sturm in richtung mt. taranaki, einem vulkan, der sich bedeckt hielt, aber uns zumindest seine fuesse und den rumpf zeigte, nachdem wir ein paar stunden ringsherumgefahren waren. fuer die darauffolgende nacht hatte franzi einen doc-campground ausgesucht. der weg dorthin war mal wieder eine der *oh-gott-was-machen-wir-hier-eigentlich-ich-will-raus-aus-diesem-film*-autofahrten: die dunkelheit hatte uns ueberrascht, die strasse war eng, kurvenreich, unwetterverwuestet und fuehrte einfach nur immer weiter ins - nichts. fernab von handyempfang und menschen versuchte ich, die aufsteigende panik abzuschuetteln und troestete mich mit dem gedanken, dass dort, wo keine menschen sind, wohl auch keine boesewichte lauern koennen, die uns des nachts das auto aufbrechen koennten. schlafen ging trotzdem schlecht. ich war erleichtert ueber das irgendwann anbrechende tageslicht und vergass beim anblick der schoenen natur, die uns umgab, sofort alle aengste der letzten stunden. es ist einfach toll, zeitig am morgen aus dem auto zu stolpern und umgeben zu sein von zauberhaften waeldern oder einem kuehlen, friedlichen see. der naechste tagesplan fuehrte uns zum tongariro national park - auch hier nur verhuellte vulkane - und dann zu lake taupo und besserem wetter, der stink-stadt rotorua mit geothermal-park-tour und einem enttaeuschenden kiwi-wildlife-park. dann coromandel. die halbinsel, die sich bis ueber die hoehe von auckland erstreckt, war das tor zu einem wahren paradies. im licht der untergehenden sonne lagen unzaehlige inselchen gebettet in einem ruhigen, goldenen meer, und ich war mir sicher, noch nie etwas schoeneres gesehen zu haben. der strand war nahezu menschenleer und durch zermahlene muscheln mit einem zarten rosé-schimmer ueberzogen, was die stimmung zu reiner poesie schmelzen liess. hier fuehrte uns am naechsten tag ein wanderweg, der uns ziemlich aus der puste brachte, zum beruehmten cathedral cove, einem drehschauplatz aus *narnia*. alles in allem hatten wir das glueck, diese schoenheiten zur richtigen jahreszeit zu sehen: nicht zu viele touristen verschlaegt es im fruehjahr hierher. in ein paar wochen oder monaten wird das alles unheimlich ueberlaufen sein. nach coromandel erhofften wir uns, als potentielle statisten fuer den hobbit entdeckt zu werden, dessen dreharbeiten kuerzlich begonnen haben. so fuhren wir nach matamata, auch, um uns vielleicht in hobbingen vergnuegen zu koennen. leider befinden sich die reste der kulisse auf privatgrund, welchen man nur im rahmen von gefuehrten touren betreten darf. fuer knackige 60 dollar pro person. aeh. nein. also - auf nach auckland. schon am uebernaechsten tag sollte franzis flug gehen, und wir wollten uns nicht zu sehr stressen, sondern in ruhe den weg zum flughafen auschecken, sachen aussortieren, waesche waschen, die seele auf abschied einstellen. noch ein tag lag vor uns, an dem paul uns auf einen wunderschoenen campingplatz in einer idyllischen gegend eine stunde ausserhalb von auckland brachte. dem grossen stadtchaos sind wir damit entgangen und franzi konnte noch einige letzte blicke ueber das meer ziehen lassen...

 

 

6*9*2009 // damit der pazifik noch ein wenig salziger wird...

***

lay down your sweet and weary head
night is falling, you have come to journey’s end

sleep my love, and dream of the ones who came before
they are calling from across the distant shore

why do you weep, what are these tears upon your face 
soon you will see, all of your fears will pass away

safe in my arms, you’re only sleeping

what can you see on the horizon 
why do the white gulls call

across the sea, a pale moon rises
the ships have come to carry you home

and all will turn to silverglance 
a light on the water, all souls pass

hope fades into the world of night
through shadows falling, out of memory and time

don’t say, we have come now to the end
white shores are calling, you and I will meet again

and you’ll be here in my arms, just sleeping

what can you see on the horizon
why do the white gulls call

across the sea, a pale moon rises
the ships have come to carry you home

and all will turn to silverglance
a light on the water
grey ships pass
into the west

***

 

von annie lennox und neuseeland fuer franzi :)

 

der weg aendert sich staendig. das habt ihr schon oefter gehoert, ich weiss. aber diesmal ist es anders. groesser. vor etwa zwei wochen habe ich mich entschieden, noch bis mitte oktober in neuseeland zu bleiben. mein weg hier ist noch nicht zuende. heute mittag habe ich franzi zum flughafen gebracht und schon am montag wird sie wieder bei euch sein! nicht mehr hier, jedoch. das tut weh und fuehlt sich komisch an, nach all den gemeinsamen monaten. aber es ist an der zeit fuer mich, ein stueckchen allein zu gehen. sehen, ob ich wirklich laufen kann. ein paar dinge ueber mich herausfinden. und einfach noch ein bisschen laenger hier sein.

*

ich vermiss dich, neu-seh-land-streicher 1.

 

 

2*9*2009 // spring is in the air...

es ist unglaublich fruehling in neuseeland. am montag letzte woche haben wir mit traenen in den augen unsere cassis-WG verlassen und sind mit christophe im gepaeck richtung blenheim gefahren, um freunden lebewohl zu sagen, schulden fuer pauls reperaturen zu begleichen und ein letztes mal die stadt des weins einzuatmen. es war irgendwie wie immer, vertraut, heimatlich, als wir die wither hills vor uns auftauchen sahen. und doch... etwas hatte sich veraendert. war es der fruehling, der einen zarten gruenen schleier ueber die huegel gelegt hatte und die baeume zu bluehen beginnen liess? die luft, die fast schon nach sommer schmeckte an diesem abend und unsere koepfe benebelte? etwa eine stunde spaeter war die grosse verwirrung komplett - wir waren zurueck im station backpackers, um all die bekannten und vermissten menschen wiederzusehen, die wir damals zurueckgelassen hatten und fanden uns ploetzlich und unerwartet in einem seltsamen film voller verrueckter und krasser geschichten, fremden gesichtern und der enttaeuschung darueber wieder, dass von der freundschaftlichen naehe von einst nicht viel geblieben war. auch hier war das leben weitergegangen. menschen kommen, menschen gehen, es passiert soviel in so kurzer zeit. anyway... mein kopf war ein grosses, pochendes, schwindliges loch und wir drei beschlossen gemeinschaftlich, dass wir jetzt sehr gut erstmal eine flasche wein vertragen koennten. ja, es tat gut, sehr sogar, es machte wieder leicht, und wir beendeten die verrueckte nacht mit einer kleinen tanzsession auf dem hof des hostels - salmonella dub und beastie boys: das war real! 

der naechste morgen fuehrte uns zu graham und gill, unseren wwoofing-hosts vom mai. was eigentlich ein kurzbesuch werden sollte, dehnte sich ueber lunch und afternoon-tea aus. wir spazierten durch bluehende mandelbaeume, besuchten die ziegen und wurden dann auch noch eingeladen, ueber nacht dazubleiben. perfekter konnte es nicht sein und auch von hier nahmen wir wehmuetig abschied. donnerstag morgen sagten wir dem meer in der cloudy bay aufwiedersehen und tuckerten in richtung picton - richtung faehre. dort verbrachten wir die nacht im bisher wohl schoensten backpackers neuseelands: direkt am friedhof gelegen und mit slogans wie *rest in peace* erwartete ich mulmig eine duestere athmosphaere mit fledermaeusen, spinnen und skeletten. aber ausser der eingangstuer, die die form eines sargdeckels hatte, war alles hell und unglaublich freundlich, vor allem die besitzerin, eine vor positiver energie spruehende liebe omi. die betten waren traumhaft, und so ruhten wir tatsaechlich ganz in frieden, in unserer letzten suedinselnacht. 

 

22*8*2009 // sweet as, bro...

puh. eigentlich wollten wir heute schon im flieger nach hause sitzen. um den deutschen spaetsommer zu geniessen, auf dem hechtfest zu grillen und zu den filmnaechten zu gehen. was ne bloede idee! all das gibts naechstes jahr wieder! nun, wir haben rechtzeitig nen rueckzieher gemacht, unseren flug umgebucht und haben jetzt seit unserem gestrigen allerletzten arbeitstag im gruenen noch gute vier wochen im paradies vor uns. das beste daran - der fruehling kommt. was bisher nur laue indizien waren, wird jetzt beweistauglich, und wir blinzeln gierig in die warme sonne, allerdings schon mit ein paar traenen des nahenden abschieds im auge. anfang naechster woche brechen wir von unserer cassis-WG auf zum letzten roadtrip. die letzten zwei monate in motueka waren einfach nur *choice*. genial. die beste region, um den winter zu verbringen - wenn es im restlichen teil der inseln dauerregnet, ist es hier fast immer sonnig. die naechte koennen sehr frostig werden, aber wenn tagsueber die sonne scheint, ist pulliwetter angesagt. schnee faellt nur in den bergen, und wenn man ins weisse moechte, dann gibts einen wochenendausflug auf einen gipfel. hat man mehr lust auf fruehlingsgleiche freizeit, dann gehts zum strand, frisbee spielen oder kajaken im abel tasman national park. aber nicht nur das wetter hat es hier gut mit uns gemeint. die arbeit, die begegnungen, die gesellschaft toller menschen. wir sind froh, dass wir hierbleiben konnten, und dankbar, dass der weg uns ueberhaupt hergefuehrt hat.

 

 

6*8*2009 // verdammtes paradies...

seit ein paar wochen macht neuseeland sich ganz besonders schick fuer uns. einbildung vielleicht, weil die eindruecke intensiver werden, je weiter die zeit uns davoneilt. auf all unseren ausfluegen huepfe ich schreiend auf meinem fahrersitz herum oder starre wie gelaehmt auf die unfassbare schoenheit vor unseren fuessen. *F***ING PARADISE* rufen wir dann im chor. und *GO TO GERMANY!* gebt uns bescheid, falls ein stueck der herrlichkeit bei euch ankommt, glasklares, tuerkisblaues wasser in goldenen buchten zum beispiel, oder in strahlendem sonnenschein glaenzende schneeverhuellte berggipfel.

einige blicke zurueck. anfang mai. eine faehre nach sueden. das vertraute gefuehl, an einen geliebten ort zurueckzukommen. ein erfreuter paul, der uns mit alarmanlagengeheul begruesst hat. eine nacht im haus eines freundes: ein paradebeispiel neuseelaendischer winteruntauglichkeit. null isolierte waende - unsere schlafsaecke waren am morgen beinah mit eisblumen ueberzogen, so erbaermlich kalt war es. dann eine woche wwoofen - eine kleine farm: mandeln ernten, ziege melken, hund und katze knuddeln, ein verrueckter mechaniker, eine derbe farmersfrau. gebrannte mandeln. weihnachtsgefuehle mitte mai. ein verpatzter tuev, graham hat paul unters messer genommen und alles gerichtet. dann drei wochen erdbeeren pflanzen im gewaechshaus und die ersten wirklichen eisblumen am auto, auch schnee auf den huegeln um blenheim. tolle menschen, mit denen wir das hostel und die arbeit teilten. nach den erdbeeren ratlosigkeit und wieder warten auf einen vineyardjob: montana wollte uns nicht wiederhaben. nach einer arbeitslosen woche fiel der beschluss, erstmal urlaub zu machen. eh wir nur im hostel sitzen, koennen wir uns lieber was anschauen und kommen wieder, wenns arbeit gibt. da begann die zeit der fuegungen. eigentlich wollten wir ins kloster. bzw ein buddhistisches meditaionszentrum, in dem man arbeiten und wohnen konnte, wie wir gehoert hatten. auf dem weg dahin fiel uns ein, dass wir gar keine adresse hatten. also uebernachteten wir in der naechsten stadt, um von da aus weiterzusehen, und fragten auf gut glueck gleich mal, wie die arbeitslage aussieht. nicht so gut. aber, moment. ich hab da einen freund, der sucht noch zwei leute mit auto zum pruning. na perfekt. nach zwei tagen hatten wir den job. und ein warmes zimmer nur fuer uns, mit terasse und eigenem bad. die arbeit sollte die beste ueberhaupt werden, die wir hier gemacht hatten. ein kleines weingut mit einem zwoelfkoepfigen team, das gemeinsam fuer eine sache kaempfte. ohne stress, ohne druck, mit guter laune jeden tag, witzen und netten worten. ein arbeitsklima wie aus dem bilderbuch und ab und zu ein schlueckchen wein ;) das ist auf vineyards selten zu finden, denn meist geht es darum, schnell und schneller und moeglichst am schnellsten zu arbeiten, was natuerlich in frust, neid und unmotiviertheit endet. nicht auf *neudorf*, denn da gehts um motivation und damit um qualitaet - hier wird, wie man uns erzaehlt hat, einer der besten pinots neuseelands gezaubert. also haben wir sechs wochen mit herzblut weinstoecke fit fuer die naechste ernte gemacht. bis ende august sollte das eigentlich unsere einnahmequelle bleiben... aber... mal wieder kam es anders. wir hatten *zu schnell* geprunt und wuerden frueher mit aller arbeit fertigwerden als erwartet. die bevorstehende woche sollte die letzte sein. da standen wir, vor unseren reben, und mal wieder stuerzte ein kleines stueck himmel ein. aber unser superboss richard liess sich nicht lumpen und ueberraschte uns beide und unseren franzoesischen backpackerkumpel mit einem jobangebot. leider ganz ganz weit weg, in central otago, tief im sueden, wo der winter grad richtig zuschlaegt mit viel viel mehr kaelte als hier. an sich ware es eine schoene vorstellung gewesen, nochmal nach queenstown und alexandra zu fahren, aber ohne richtige wintersachen und mit unserem etwas kaelteempfindlichen, doch etwas altersschwachen paul sollte das nur zur not die loesung sein. ausserdem hatten wir uns gerade so gut in unser kleines team mit justine, auch aus frankreich, und conrad, unserem kiwi-kollegen, eingespielt: jedes wochenende ein ausflug nach irgendwo und jede woche gemeinsam kochen. es musste also ein neuer job genau hier her. die fischfabrik wollte uns zu franzis grossem, grossem bedauern nicht anstellen. conrads mitbewohner allerdings schon. was mal als eine nicht ernstgenommene bemerkung am rand gefallen war, sollte doch woertlich gemeint sein: ihr koennt fuer mich arbeiten. und hier im haus kostenlos wohnen. wow. das kam quasi wie bestellt. und jetzt quaelen wir uns seit einer woche damit ab, lose aeste aus kratzenden und peitschenden cassis-straeuchern herauszufischen. aber wir klagen nicht. sind ja schliesslich ossis :)

 

 

1*5*2009 // ohne kiwis..

..zurück nach auckland. *in tauranga ist immer schönes wetter* leider konnte marina ihr versprechen nicht ganz halten ;) was für uns bedeutete, dass wir nicht eine einzige kiwi pflücken konnten und uns entscheiden mussten: darauf warten, dass wir mal hier und da ein stündchen arbeiten können, wenn es ausnahmsweise mal ein paar tage nicht regnet, oder aber, versuchen, einen platz zum wwoofen zu finden, was wir ja schonmal gaaaanz am anfang, vor jahren ;), am beginn unserer reise erfolglos probiert hatten. tja. und jetzt sitzen wir wieder hier, in der großen stadt, und denken, dass wir schon ein plätzchen finden werden. die ersten anfragen klangen recht vielversprechend. aber das muss in neuseeland übrigens nichts heißen.. jedenfalls bleiben wir optimistisch. schließlich sind wir, egal was uns passiert, HIER, in diesem wunderschönen land, und alles hat ja irgendwie einen sinn, also.. das wird schon.

wir hatten eine gute zeit, die viele intensive, schöne, verrückte eindrücke und bilder hinterlassen hat. in unseren köpfen und auch in meiner kamera.. das könnte eine wunderbare überleitung zum fotoalbum sein. leider hatte ich wie immer keine zeit, was vorzubereiten ;) das wird schon ;)

seid umarmt!

 

17*4*2009 // inselhopping...

man kann einfach nicht stehenbleiben. nicht in neuseeland. eine weile ist man manchmal sicher, lebt an einem ort, hat etwas wie alltag, obwohl der noch anstrengender ist als zuhause, weil man keine zeit verlieren möchte. und doch rennt sie davon, rieselt leise und golden wie sand durch unsere offenen hände und reißt uns aus unseren gedanken.. am letzten traubenpflücktag fuhren paul, marina und wir für einen tag und einen halben in den abel-tasman-nationalpark, und entschieden fast so spontan, wie noch nie, bis zur winterarbeit auf dem vineyard, die erst im juni anfängt, auf der nordinsel unser glück zu versuchen.. wir wollen kiwis. wäre frevelhaft, nach hause zu kommen, ohne DIE frucht neuseelands nicht auch gepflückt zu haben, wo wir uns nun schon auf die bäuerlichen tätigkeiten spezialisiert haben.. und jetzt sind wir hier. nach einer tagesfahrt beginnen wir die reise in der großen stadt. AUCKLAND. haben nachts begonnen, uns den atem der stadt ins gesicht wehen zu lassen, nachts, wo zumindest der alltag schläft, aber die menschen leuchten und leben. wir waren tanzen und jetzt, heute, sitzen wir in einem café und bereiten uns vor auf hochhäuser im tageslicht, stimmen uns ein für einen weiteren tag im pulsschlag aucklands, bis es morgen wietergeht nach tauranga, die kiwimetropole.

bis bald!

 

 

30*3*2009 // der wein und wir...

wir in unserem schicken arbeitsoutfit wir in unserem schicken arbeitsoutfit

zwei wochen wein ernten hinterlassen ihre spuren. was bei den erdbeeren die höllisch schmerzenden knie waren, bei den kirschen die hornhaut an den zeigefingern, ist nun der schmerzende rücken, resultierend aus der völlig ungesunden erntehaltung und die beginnende sehnenscheidenentzündung an den rechten handgelenken... und dazu kommt noch: man wird ja auch nicht jünger ;) nichtsdestotrotz macht die arbeit auch irgendwie spaß, unser *zuhause* ist wirklich wirklich angenehm und wieder haben wir tolle menschen kennengelernt. die letzten zwei wochen haben wir mit zwei tschechischen jungs verbracht, die völlig außer sich waren vor begeisterung, am ende der welt zwei dresdner kennenzulernen. das hatten sie sich schon immer gewünscht, denn beide sind große dresden-fans und vor allem... KARSTADT-fans ;) tja, und wir sind auch nicht allzu böse, jemanden in prag zu kennen. wir brauchen ja ein paar neue ziele, wenn wir wieder nach hause kommen ;)

die zeit rast mal wieder nur so dahin, es macht gar keinen unterschied, ob man arbeitet oder reist. die ersten bäume färben sich gelb und lassen keinen zweifel daran, dass der herbst uns wohl nicht verschonen wird. noch ist das aber kein grund zur beunruhigung, denn die letzten vierzehn tage waren sehr sommerlich.

dass wir in einer weinregion leben, haben wir naürlich zum anlass genommen, unsere mangelhaft vorhandenen weinkenntnisse endlich mal auf vordermann zu bringen. wir haben uns fahrräder ausgeliehen und sind an zwei wochenenden jeweils fünf weingute abgefahren zum verkosten. der für die regionen bekannte sauvignon blanc und pinot noir haben uns nicht vom hocker gehauen - der trockene wein ist einfach nichts für uns, sei er so gut wie er mag. aber... wir haben einen riesling entdeckt, der uns wirklich wirklich den verstand geraubt hat ;) nicht nur, weil wir nach zweidrei stationen ein bißchen duselig waren ;). jedenfalls... wir wissen jetzt, dass wein nicht gleich wein ist, riesling nicht gleich riesling, und dass es sich lohnen kann, für eine flasche wein auch mal 15 statt 2 euro auszugeben.

übrigens haben wir uns letztens mal wieder herr der ringe angeschaut. es ist unglaublich, dass

wir die landschaften, die wir vor der reise noch als unreale fantasiewelten gesehen haben, wirklich wiedererkennen konnten. es ist also wahr - mittelerde lebt! einen teil davon könnt ihr wieder auf neuen fotos bewundern - rest folgt. bis ganz bald!

 

21*3*2009 // ganz schnell...

...bevor die bibliothek schließt. ich habe mich bemüht, die fotos der letzten wochen zu ordnen, auszusortieren, beschriften. ein stückchen habe ich gechafft, der rest kommt nächste woche. wieder über den picasa-link könnt ihr die ersten *neuen* fotos ansehen! losgeht's bei weihnachten in wanaka... SOLANGE SCHON MUSSTET IHR AUF BILDER VERZICHTEN!! unglaublich ;)

viel spaß! bis später!

 

13*3*2009 // die arbeit hat uns...

...wieder! nach sechs wochen unterhaltsamer arbeitslosigkeit mussten wir, wohl oder uebel, die liebgewonnene freiheit aufgeben. der kontostand sah einfach nicht mehr sooo rosig aus. nach einigem suchen und warten und einigen schoenen ruhigen tagen in blenheim, DER stadt des weines sind wir fuendig geworden und hatten heute unseren ersten arbeitstag auf dem groessten weingut der region. MONTANA heisst der vielversprechende arbeitgeber und die ersten roten trauben sind gefallen. uns machts wieder spass, nicht schuldlos daran ist die wunderschoene landschaft um blenheim und unsere heute bezogene unterkunft fuer die naechsten wochen: ein kleines hostel, dass von einem aelteren ehepaerchen liebevoll gepflegt und unterhalten wird. wir haben im garten unser zelt aufgeschlagen und hoffen, dass das wetter einigermassen zeltfaehig bleibt, damit wir kein zimmer mit vielen menschen teilen muessen ;). manchmal macht sich doch die nahende kuehlere jahreszeit schon bemerkbar, mal wieder kommt es uns absurd vor: es ist doch maerz, da kommt doch der fruehling?! wir werden uns wohl nicht mehr daran gewoehnen, dass hier noch immer alles anders ist ;)

unsere reisezeit war wundervoll. wir haben atemberaubende orte entdeckt und uns jeden tag mehr in dieses schoene land verliebt. die vielfalt ist unglaublich: karge, trockene, felsige huegel im landesinneren wechseln mit regenwald an der westkueste, in dem eine uebergruene ueberlaufende pflanzenwelt zuhause ist, schneebedeckte alpen ringen mit aufgewuehltem meer, gletscher schlagen ihren kalten weg in ausgeschuerfte taeler, fjorde laden zu bootsfahrten ein und darin tummeln sich auch noch delphine und robben, uebernatuerlich tiefblau strahlende seen liegen ruhig und poetisch in endlos offenen ebenen und das radio spielt den soundtrack vom vielgeliebten herrn der ringe und man fuehlt es: mittelerde lebt. und, ja, wir sind frei, fuer ein paar wimpernschlaege und atemzuege, wenn man dahinfliegt auf den sitzen unseres treuen gefaehrten paul, der uns ein guter freund geworden ist.

ich hoffe, ich finde zeit fuer ein paar mehr eindruecke der letzten wochen, vor allem fotos. die auswahl faellt so schwer. ;)

seid umarmt, wir denken an euch!

 

 

7*2*2009 // auf der suche nach der perfekten kirsche...

wie viel zeit ist seit dem letzten eintrag schon vergangen... man könnte meinen die letzten wochen waren so ereignisreich, dass uns keine zeit blieb euch daheim gebliebenen zu berichten was uns in der ferne abenteuerliches widerfährt.

nun, zeit hatten wir wirklich kaum, aber das abenteuer sollte noch eine weile auf sich warten lassen. aber zurück zum anfang:

nachdem wir weihnachten in wanaka mit den mädels verbracht hatten fuhren wir, maren im gepäck gut verstaut, in einem viel zu voll geladenen Paul am 26.12.08 nach alexandra, in die laut reiseführer und aussage der locals wärmste, regenärmste und windstillste region zentralotago. ihrem ruf wurde sie gleich bei anreise gerecht und wir waren froh, endlich auf dem campingplatz angekommen zu sein. nach ein paar "geübten" handgriffen stand dann auch schon die behausung für die folgenden fünf wochen. am nächsten morgen 5:30 uhr klingelte dann, viel zu früh, auch schon unser wecker und läutete somit die kirschensaison ein. auf dem orchard bei 'summerfruit', dem größten kirschenexporteur neuseelands, angekommen trauten wir unseren augen kaum; über 150 leutchen tummelten sich vor dem versammlungsraum und warteten wie wir auf die registrierung und das picker-training. für uns kaum verwunderlich war die tatsache, dass sich unter den 150 menschen etwa 100 asiaten befanden. diese verstehen bekanntlich kaum englisch und arbeiten gern fernab der sonne im packhaus. eine tatsache, die uns einige nerven und vor allem viel zeit kostete. Warum? die packhausleute wurden zuerst mit ihrem neuen arbeitsplatz vertraut gemacht und und ihr sprachverständnis erschwerte ihnen schon das ausfüllen der formulare. gefühlte 100 stunden später waren wir dann auch schon an der reihe. auf den papierkram folgte eine ellenlange belehrung. ganz oben auf der DON`T DO liste stand dann leider auch, dass man weder mit früchten werfen geschweige denn sie zum zwecke des verzehrs vom baum pflücken soll (geschmeckt haben sie uns trotzdem). dann ging es aber auch schon los mit dem picken. viel gibt es über die arbeit an sich nicht zu berichten, außer dass es ziemlich schwierig ist die verlangte größe und farbe nach augnmaß zu picken. die ersten zwei wochen war es keine seltenheit, dass ein supervisor nach dem anderen an der leiter klopfte und meinte "zu klein, zu rot und überhaupt" unserer schuld völlig unbewusst und etwas überfordert mit der situation folgte unsererseits dann oftmals ein "ok" und pflückten weiter wie zuvor :)

die wirklichen abenteuer in den vergangenen wochen fanden auf und um den zeltplatz herum statt. zunächt wäre da vom waldbrand zu berichten. mitten in der nacht wurde ich von den worten "FIRE, FIRE!!" und einem merkwürdigen geruch aus den träumen gerissen. es dauerte eine weile bis ich katja dann auch zum aufstehen überreden konnte, da sie der festen überzeugung war ich hätte nur schlecht geträumt, tzzzz! als wir es dann doch noch nach draußen geschafft haben sahen wir das übel auch schon direkt vor uns. etwa 30 meter entfernt brannte der wald. leider stand der wind gerade in einer ungünstigen richtung, so dass die funken über die zelte hinwegzogen. die besitzer des campgrounds waren sich auch nicht ganz schlüssig was zu tun sei. während Sie lauthals rief, dass sich alle auf dem spielplatz einfinden sollen, war Er der meinung jeder solle an seinem zelt bleiben und aufpassen, dass sie kein feuer fangen. die zweite variante gefiel uns besser und wir blieben. der wind drehte aber gott sei dank erneut und wir blieben von schäden verschont. keine 10 minuten nach dem wir das zelt verlassen hatten kam dann auch schon die feuerwehr, und nachdem sie eine weile lang scheinbar planlos erstmal nur guckten, bekamen sie das feuer irgendwann doch in den griff und wir konnten zurück 'ins bett'. einige zeit nach dem feuer hatten wir zur abwechslung auch mal einen sturm auf dem campingplatz. dabei hat sich herausgestell, dass unser zelt doch nicht so toll ist wie wir dachten. unser moskitonetz-innenzelt ist zwar sehr geeignet für heiße tage, bei wind aber drückt es jedes staubkorn nach innen. dumm gelaufen. das größere problem hatte allerdings maren. ihr anfangs der romanik gleichkommendes iglu-zelt verformte sich vorübergehend zum modischen gotikstil und fand seine vollendung im angesagten tipi-style. arme maren :)

wo wir gerade beim thema maren sind, fällt mir spontan eine weitere geschichte ein. nachdem sie uns zwei monate lang ein treuer begleiter war, stand ihre abreise bevor. zum abschied entschlossen wir uns ein barbecue zu machen. je länger der abend wurde, um so kälter wurde es auch, also sah ich mich gezwungen im dunkeln zum zelt zu laufen um mir eine jacke zu holen. da angekommen hörte ich ein unheimlich lautes schmatzen, konnte aber auf grund der dunkelheit nich ausmachen woher das geräusch kam. je näher ich allerdings dem vorzelt kam umso lauter war das geräusch. ich bekam es mit der angst zu tun und lief zurück zu den anderen. zusammen mit maren, katja, daniel und einer taschenlampe ging es dann zurück. es stellte sich letztlich heraus, dass maren ihre caramello schokolade vorm zelt hat liegen lassen, welche von einem sehr hungrigen igel gefunden wurde. das vermeintliche monster war also nur eine schnuffelnase mit geschmack. diese art der abenteuergeschichten lässt sich noch um einiges fortsetzen, aber vielleicht erzählen wir sie mal direkt bei einer tasse tee.

nachdem maren abgereist war, um australien auf schokolade und eisvorkommen zu prüfen, hatte sich die einstige erdbeerfamilie nun gänzlich aufgelöst. es war der schwerste abschied den wir bisher hatten, katja fühlte sich wie eine henne, der ein küken abhanden gekommen war. zum trost blieb uns nur der paul und mit ein bisschen glück und liebevoller pflege begleitet uns unser tolles auto bis zum ende unserer reise. und daniel, jan, dani und sandra waren auch noch da, quasi 'arbeits- und zeltplatzbekanntschaften', mit denen wir noch schöne stunden verbracht haben, und die wir hoffentlich bald wiedersehen!

am letzten samstag fand die kirschensaison endlich ein ende. fünf wochen picken am stück waren wirklich genug. ;)

am montag gab es zum abschied ein firmengesponsortes barbecue, bei dem es landestypisch eher ums trinken als ums essen ging. seit dienstag sind wir nun das erste mal so richtig on the road FERIEN!!! nach drei monaten harter arbeit endlich ein stück des landes erkunden! und als wäre das nicht schon belohnung genung, bekommen wir auch noch besuch von 'übersee'. robert aus dresden, der die letzten monate in australien verbracht hat, kommt uns besuchen und wird für die nächsten zwei wochen mit uns reisen. und was wir da alles spannendes erleben... das erzählen wir euch beim nächsten mal!

wir denken an euch!

 

 

26*12*2008 // sommerliche weihnachten...

kurze berichterstattung aus wanaka, bevor wir abfliegen: am 24* sind wir aufgebrochen, wieder wehmütig, aber in vorfreude auf neues. paul hat uns über eine atemberaubend schöne passstraße sicher nach wanaka gebracht. das erste, was unser auge bei der ankunft in diesem wunderschönen kleinen touristenort erblickte, war ein monströs kitschig geschmückter weihnachtsbaum: im gleißenden sonnenschein, bei gefühlten 40 grad und mit einer sagenhaften see-und-berg-kulisse im hintergrund... unglaublich.

es gab ein freudiges wiedersehen mit ella und fi und nach einem spaziergang haben wir beschlossen, zur feier des tages schick essen zu gehen. am morgen des 25* gab es dann sektfrühstück, natürlich mit frischen erd- und himbeeren! dann war geschenkezeit, nach englischem brauch nicht am heiligabend. für franzi gab es eine schicke tasche, für mich eine tolle kaffee-schale, kaffee, mandeln und schokolade. und von maren haben wir eine kleine kaffeekanne zum kaffeebrühen und den leckersten kaffee überhaupt bekommen: irish cream! KAFFEE KAFFEE KAFFEE :) natürlich mussten wir alle süßigkeiten, die ella und fi bekommen haben, probieren, bevor wir dann zum von den hostelbesitzern organisierten barbecue übergegangen sind. salate, kartoffeln, würstchen, fleisch, röstzwiebeln, brot, getränke, süßigkeiten. eben alles, was zu einem ordentlichen weihnachtsgrillen gehört ;)

da wir von allem essen noch nicht genug hatten, gab es am späten nachmittag nach einem spaziergang durch einen wie ausgestorbenen ort (bis auf einen dönerladen hatte einfach alles geschlossen!) und frisbeespielen eine von ella und fi gezauberte schwarzwälder kirschtorte und von uns gebackene butterplätzchen.

hatte ich schon erwähnt, dass es ein sonniger und sehr warmer tag war? ;)

heute gehts nach alexandra. endlich zelten! es muss auch mal schluss sein mit dem luxus-back-packerleben! und außerdem ab jetzt: diät! ;)

wir hoffen, ihr hattet schöne feiertage und umarmen euch! bis bald!

 

 

21*12*2008 // fotos aus oamaru...

...jetzt ja!

 

20*12*2008 // zeitfresser im erdbeerkleid...

unser lebensinhalt in oamaru. fotografiert von KaoFan. unser lebensinhalt in oamaru. fotografiert von KaoFan.

es war einmal... ein blauer himmel küsst den tag, sonnenstrahlen tanzen über den boden, der wind streicht sanft über die unzähligen tiefroten, saftigen erdbeeren, die darauf warten, gegessen... äh... gepflückt zu werden - und das radio im truck spielt weihnachtsmusik und erinnert uns daran, dass nicht juni ist, sondern dezember. der falsche film ist eingelegt... aber: ich muss wohl jetzt der poesie ihre luftigkeit nehmen und ehrlich zugeben: ihr braucht im moment nicht allzu neidisch sein (zumindest was das wetter betrifft), denn seit ein paar tagen hat sich der beginnende sommer ein kühles regenoutfit zugelegt und die vorweihnachtszeit beschert auch uns jetzt kalte füße. wobei einfach die tatsache, zum jahresende frische erdbeeren essen zu können, schon beneidenswert ist, oder?? ;)

jedesmal, wenn ich darüber nachdenke, wie lange wir schon hier sind, bekomme ich es mit der angst zu tun: zeit-fress-monster gehen um in oamaru... kaum merklich nagen sie an den tagen, stehlen uns die stunden und lassen uns ratlos auf den kalender sehen. seit fünf wochen kein bericht auf der homepage und noch vier tage bis weihnachten. aber ich habe sie schon entlarvt, die monster: sie sind klein und rot, mit unschuldigen grünen häubchen, sie bezirzen uns und sind unverschämt süß... ach, ihr lieben. aber es sind ja nicht nur die erdbeeren. so ein backpackerleben ist einfach unglaublich stressig. es ist fast wie bei den rentnern, ihr wisst schon...;)

wir wohnen nach wie vor im *chillawhile* und sind im normalfall von morgens um acht bis nachmittags um drei auf dem erdbeerfeld der *Matsingers* anzutreffen. unser arbeitsalltag sieht so aus: um acht springen alle pflücker, bestückt mit knieschonern und natürlich sonnengecremt, auf den truck und los gehts zum feld. um zehn ruft boss simon dann *okay guys, let's go and have morningtea!* zurück im farmhaus warten dann von *grandma* gebackene leckereien auf uns, sowie kaffee, tee und kakao. viertelstunde frühstückspause, dann wieder aufs feld bis zur mittagspause um zwölf. wenn man noch nicht genug erdbeeren hatte, isst man jetzt die am morgen hektisch geschmierten schnitten oder die reste vom barbecue oder picknick des vorherigen tages. letzte pflücketappe dann bis um drei, wenn man zwischendurch mal nicht mehr so motiviert ist, gibts spätestens in diesen letzten zweieinhalb stunden die eine oder andere erdbeerschlacht. natürlich nur, wenn der boss gerade erdbeeren zum packhaus bringt ;) nach feierabend gehts dann mit schmerzenden knien *heim* und dann ist erstmal beine hochlegen und gemütlich einen kaffee trinken angesagt.

die atmosphäre auf der farm ist sehr familiär. unser boss und seine frau leanne sind immer am scherzen, simon veralbert seine arbeiter sehr gern, und jeder wird jeden tag mit fragen nach dem befinden und ein paar netten worten bedacht. *grandpa*, simons vater, beschenkt uns seit letzter woche fast jeden tag mit zusätzlichen erdbeeren oder frischem salat aus dem garten. und für all das werden wir auch noch bezahlt. :)

neben der erdbeerernte arbeiten wir noch ein paar stunden in der woche für kelly, die besitzerin des hostels. dafür erlässt sie uns einen teil der miete. im moment streichen wir zäune bei einem ihrer anderen zwei häuser. das ist das zweite hausprojekt, an dem wir arbeiten. beim ersten hieß es: ziemlich viel müll bergen, der von vorbesitzern unter dem haus abgelagert wurde. geplant war außerdem noch der anstrich der außenwände. wir sind nur bis zum abschleifen der frontseite gekommen (übrigens mit sandpapier und von hand - die handwerker unter euch hätten uns wohl etwas belächelt ;) ). danach hatte kelly ärger mit den mietern, weil diese wohl irgendwie beunruhigt waren, dass wir keinen sooo professionellen eindruck gemacht haben... merkwürdig ;)

wir haben hier im hostel und beim arbeiten viele interessante leute kennengelernt, mit denen wir viel spaß hatten und haben. vor allem mit unserer *strawberry-family*, deren ursprüngliche besatzung aus den beiden deutschen mädels manu und maren, der engländerin ella, der irin fiona, dem japanischen pärchen meg und yoshi und kaofan aus taiwan bestand. bis auf maren sind alle schon weitergezogen, aber an weihnachten treffen wir ella und fiona nocheinmal. wir hatten und haben eine wunderbare zeit zusammen. jeden tag ist etwas los: erdbeeren natürlich, pinguine beobachten, hochkulinarische barbecues und picknicks im park, ausflug zu den *elephant rocks*, *kakanui-beach*, wandern auf dem *deap-stream-walk*... nebenbei bin ich zum ersten mal selbst auto gefahren: in unserem bald eigenen auto, genannt *paul*, das wir maren abkaufen wollen. es ist doch einfacher zu reisen, wenn man ein auto hat, das mussten wir uns bei aller liebe zum laufen eingestehen und irgendwie sollte es wohl so sein, dass wir hier maren kennenlernten, die ihren treuen gefährten (was er uns bitte bitte hoffentlich auch sein wird ;) ) verkaufen wollte. das konzentrieren aufs linksfahren und -schalten hat mich auf der ersten fahrt einige kraft gekostet, aber man gewöhnt sich daran.

nächste woche verlassen wir oamaru, diesen schönen ort, der auch *white stone city* genannt wird und bekannt ist für die namensgebenden viktorianischen häuser aus kalkstein in der kleinen altstadt (umfasst zwei straßenzüge) und für die hier lebenden pinguine, die man jeden abend beobachten kann, wenn sie aus dem meer zurückkommen.

unser nächstes ziel ist wanaka, wo wir weihnachten mit maren, die uns mit ihrem stand-up-comedian-talent regelmäßig bauchschmerzen beschert, und den anderen lustigen mädels verbringen werden. den plan, für zwei wochen zu robert nach sydney zu fliegen, mussten wir leider aufgeben, da die flüge um diese zeit unverschämt teuer sind. wir haben uns fest vorgenommen, das nächstes jahr nachzuholen! wenn wir schonmal in der *ecke* sind ;)...nach den feiertagen gehts dann mit maren weiter nach alexandra, der wärmsten stadt der südinsel, zum arbeiten, um paul zu verdienen. es ist wieder fruit-picking angesagt. diesmal: kirschen oder aprikosen.

puh... es ist ganz schön viel passiert. kein wunder, dass die zeit nur so dahinfliegt. seid euch gewiss, dass wir immer an euch alle denken, auch wenn wir, und speziell ich, solange nichts hören lassen. danke für eure einträge im gästebuch und emails - bitte schreibt uns auch weiterhin!! wir werden antworten! wenn ihr es einrichten könnt, schreibt uns (gerne einfach ins gästebuch), wie es euch geht, wie ihr die weihnachtszeit verbracht habt und verbringen werdet. wir vermissen euch und wünschen uns oft auf einen glühwein auf dem weihnachtsmarkt und eine umarmung nach hause. viele viele erdbeerige grüße von uns beiden! wir hoffen, ihr habt eine schöne weihnachtliche zeit und nicht allzuviel stress! morgen stelle ich noch die fotos zum text online, versprochen! bis ganz bald!

 

 

22*11*2008 // und es geht weiter...

manchmal aendert sich der weg schneller als man nachdenken kann. letzten donnerstag, an einem tag, der so lustig war wie nie zuvor, als wir das gefuehl hatten "endlich. jetzt haben wir uns reingefunden und sind aufgetaut. wir koennen uns langsam besser unterhalten und fuehlen uns aufgenommen..." gerade an diesem tag eroeffnete uns einer der feld-chefs, nachdem wir zum campingplatz gebracht worden waren: so, maedels, das wars. ab montag brauchen wir nicht mehr soviele leute. andrew ruft euch sonntag an was ihr dann am montag macht. bums. wir konnten uns nichtmal von allen verabschieden. das war echt ein hammer, den wir nur schwerlich verdauen konnten. da wir uns nun irgendwie damit abfinden mussten, haben wir einfach versucht, uns ueber das verlaengerte wochenende (freitag war feiertag) zu entspannen und uns auf neue arbeit einzustellen. aber andrew rief nicht an. halb neun haben wir eine sms geschrieben. halb zehn kam die antwort, dass er keine neue arbeit fuer uns hat. halloooo??? gut. also montag wieder frei. franzi war eh schon halbtot vor langerweile. superstimmung. sind zum buero gelaufen um persoenlich nachzufragen wie wir weiterplanen koennen. andrew meinte er wuerde fuer dienstag oder mittwoch arbeit finden und sich melden. er meldete sich nicht. von einer unserer asiatischen mitbewohnerinnen bekamen wir eine handynummer, unter der wir nach arbeit fragen sollten. eine supernette sms von leanne kam zurueck, dass es im moment genug leute gaebe, wir aber die kommende woche gern nochmal nachfragen koennen. das gleiche hatten wir dann noch unter einer anderen nummer, allerdings mit einer nicht sooo netten vertroestung am anderen ende der leitung. okay. ob wir nun in ashburton auf arbeit warten oder woanders, macht keinen unterschied, dachten wir uns. und woanders haben wir vielleicht die moeglichkeit, ein bisschen rauszukommen. ausser unseren ententeich und einen vermuellten wanderweg gab es in ashburton (und auch drumherum) nicht viel. franzis langeweile nach einigen tagen entspannung mit lesen und lesen und lesen habe ich ja schon erwaehnt... 

unser bauchgefuehl zog uns richtung sueden. wo die nette sms herkam.
also liefen wir am mittwoch kurzerhand in die stadt, buchten fuer den nachmittag einen bus nach oamaru und gaben im office bescheid, dass wir weiterziehen.

gebongt!

trotz dass es in ashburton an sich nicht superschoen war - wir fuhren mit etwas wehmut. schliesslich war die kleine stadt drei wochen lang unser zuhause gewesen und wir sind einigen netten menschen begegnet. das wird uns wohl noch ein paar mal so ergehen...

jetzt sind wir also in oamaru, einer wirklich sehr sehr angenehmen und huebschen stadt; in einem wunderschoenen hostel. eine alte villa, ganz liebevoll hergerichtet, mit viel kunst, vielen kleinen schoenen dingen. und mit internet!! ein ort zum wohlfuehlen.
gestern (freitag) habe ich leanne nochmal eine sms geschrieben, dass wir schon in der stadt sind und kurzfristig anfangen koennen zu arbeiten, sobald die kommende woche etwas frei wird. und nachdem sie noch zweidrei fragen hatte, was transport zur arbeit und steuernummer betraf, meinte sie "wir sehen uns am montag". dass das so gut klappt haetten wir uns nicht traeumen lassen und wir freuten uns riesig. einige leute aus dem hostel arbeiten auch dort und nehmen uns mit dem auto mit. und unser neues thema heisst dann... ERDBEEREN!! yammi ;)

soweit erstmal der stand der dinge... und wenn franzi spaeter den laptop freigibt und das hochladen klappt, dann, ENDLICH, gibt es eine menge fotos anzuschauen!! auf wunsch einiger zuschauer auch extraviele bilder von uns zwei fratzen ;) bis demnaechst!

 

 

14*11*2008 // ja, wir leben noch...

hallo ihr lieben,

endlich haben wir mal wieder den weg in ein internetcafe gefunden...was wirklich schwierig ist in einer stadt wie ashburton. wir haben in den letzten zwei wochen so einiges erlebt....wir arbeiten jetzt montags bis freitags auf den wohl schoensten und groessten moehrenfeldern der ganzen grossen weiten welt. wenn das unsre zwei puebbies zuhause wuessten :)

die arbeit gefaellt  uns beiden wirklich gut, die beine und der ruecken schmerzen ab und an, aber vor allem der wind um die nase und eine traumhafte kulisse schneebedeckter, traumhaft schoener berge entschaedigen fuer alles! der einzige nachteil am draussen arbeiten ist, dass man stets aufs gute wetter angewiesen ist...das gute wiederum daran ist, dass, wenn morgens um sechs der wecker klingelt, und man regentropfen aufs dach fallen hoert, weiss, dass in einer halben stunde eine sms kommt: "no work today. 2 wet." und dann schlaeft man eben einfach weiter:) aber zur zeit scheint die sonne gefuehlte 100 stunden am tag (aetsch). und sie brennt heiss, so heiss, dass franzi brandblasen auf den ohren hat, katja ist auch schon ein bisschen braun ;)

wie in einem vorherigen bericht schon erwaehnt wurde hat NZ ein ueberangebot asiatischer einwohner und die haelfte davon wohnt derzeit mit uns in einem zimmer. sie sind auf der einen seite sehr nette menschen aber auf der anderen seite auch sehr laut und treten immer in ziemlich grossen gruppen auf. da kommt man sich schon sehr verloren vor.

letztes wochenende wurden wir von der besitzerin des campingplatzes zum barbecue eingeladen. es gab viel alkohol und entgegen ihrer behauptungen, vertragen die kiwis nicht wirklich viel. kurz nach zehn entbloeste eine dame der zugegeben aelteren fraktion ihre oberweite und keine viertel stunde spaeter fiel ein gestandener mann mit samt dem gartenstuhl ins gras...ja, ihr seht wir haben eine menge spass hier :)

bilder gibt es bald - versprochen!! wir haben leider keinen platz abbekommen, um mit dem laptop online zu gehen.

bis zum naechsten mal denken wir an euch zuhause. seid ihr schon in weihnachtsstimmung? wir irgendwie nicht so... woran liegt das nur? ;)

p.s.noch ein nachteil am draussen arbeiten - grosser appetit!! katja kaempft gegen den hunger und kleidergroesse 48. kleiner spass. noch passen die hosen. aber es gibt hier sooooo viele leckere suesse sachen.............tschuessi.......druecken euch!!

 

25*10*2008 // was ich ganz vergessen habe...

...auch wenns inzwischen klar ist :) meine kraxe war wie versprochen am samstag abend da :) wollte ich mal noch betonen. nicht dass ihr euch sorgen macht, dass ich nix anzuziehen habe!

wie ihr in den neuen fotos schon sehen konntet, haben wir uns aus dem stadtzentrum schon etwas hervorgearbeitet - nachdem die wichtigen erledigungen getan sind und wir im moment ein bißchen warten müssen, hatten wir auch zeit, uns ein wenig umzusehen. es gibt hier einen riesigen park mit botanischen gärten und überhaupt ist die stadt außerhalb des zentrums ziemlich grün - und echt weitläufig. wir haben gestern eine kleine wanderung zum strand gemacht und waren dafür etwa 2,5 stunden unterwegs.

die menschen hier sind meistens wirklich sehr sehr freundlich. dass man ein lächeln zurückbekommt oder überhaupt bekommt, vor allem außerhalb des zentrums, ist die regel. wenn man jemanden offen anlächelt, folgt dann auch meist ein "how are you?", was vor allem in den geschäften standard ist. gerade jetzt wo wir den einen oder anderen outdoorladen aufsuchen, wird man gern in ein gespräch verwickelt und gefragt, wie es geht, was man noch so vorhat, wo man herkommt... ist noch ganz schön ungewohnt, aber so lernt man gleich was über britischen small-talk.

im zentrum auf den straßen ist es warscheinlich wie in jeder stadt. pubertierende jugendliche hängen cool herum; die die schon autofahren können, stellen ihre getunten fahrzeuge sehr sehr laut zur schau; geschäftige geschäftsleute verbringen ihre mittagspause auf dem cathedral-square; obdachlos scheinende alte männer sitzen mit leeren gesichtern auf bänken oder - leider etwas unangenehm riechend - in der bibliothek. und es gibt wahrlich fette leute hier - kein wunder bei dem sehr amerikanischen angebot im supermarkt. toast, süßigkeiten, chips. in wirklich riesigen regalen!! und vor den supermärkten werben die fitnessstudios mit angeboten zur gewichtsreduzierung...

 

23*10*2008 // neue fotos ;)

guten morgen! wir haben wieder neue bilder für euch. tja - bis jetzt reicht die festplatte noch ;) uns geht es gut im frauenreisehaus. bisher hielten wir es für ein gerücht, dass man hier permanent auf deutsche trifft - aber: im aktuellen hostel saßen dann gleich vier auf einmal. es ist also wahr... bisher haben wir übrigens einige sehr nette bekanntschaften gemacht, einige gleich zu beginn unserer reise in frankfurt. natürlich trennen sich die wege immer nach nicht allzu langer zeit - aber bestimmt sieht man sich wieder im kleinen neuseeland ;)

wir haben uns jetzt zur kirschenernte und anderen farmtätigkeiten beworben, aber noch keine antwort bekommen. mal sehen...

gestern haben wir ein zelt und schlafsäcke gekauft, damit wir in zukunft einige kosten für unterkünfte sparen können - und wir haben uns gegen den autokauf entschieden :) wir gehen zu fuß :) okay, wir probieren demnächst erstmal wie weit wir kommen ;)

vielen dank für eure vielen nachrichten im gästebuch!! wir denken an euch!!

 

 

20*10*2008 // endlich könnt ihr euch ein bild machen!

hallo ihr lieben. es gibt FOTOS!!! ich hoffe dass alles funktioniert. irgendwo klappt es mal nicht mit der reihenfolge - aber ist nicht dramatisch. da ich die qualität der bilder an unserem blaustichigen laptopbildschirm nicht so recht beurteilen kann, hoffe ich erstmal nur, dass alles schick ist ;)

ansonsten erzählen die fotos auch ein bißchen was von hier - weitere berichte werden folgen!

uns geht es soweit gut. wir haben zwei stressige tage hinter uns und viel organisationskram erledigt. bankkonto, steuernummer, umzugsplanung in ein neues hostel... hoffen, dass alles funktioniert und dass wir bald arbeiten können. und vor allem hoffen wir, dass es bald rausgeht in die natur. die stadt ist komisch - zwar klein, aber trotzdem hektisch und laut und anstrengend. und viel zu amerikanisch. also - drückt uns die daumen, dass uns jemand auf seiner farm aufnehmen möchte :)

seid gegrüßt!

 

 

19*10*2008 // wir ... sind ... da!

so. nach 43 stunden anstrengender reise haben wir endlich die unheimliche kilometerzahl von fast 20.000 ueberwunden und sind da. unser erstes kilo zusaetzliches koerpergewicht haben wir schon geschafft :) der service im flugzeug war super. dennoch sind wir in anderer hinsicht leichter angekommen als uns lieb ist. unserem gepaeck hat es wohl in sydney so gut gefallen, dass es dageblieben ist. toll. franzis kraxe ist ueber nacht dann nachgekommen. katja's nicht. "the other one will be here tonight." das hat der mann gesagt. na hoffentlich :).

christchurch begruesste uns zwar mit kuehlem aber sonnigem urlaubswetter und unser hostel fuer die ersten tage ist really nice. klein, fein, sauber. keine bettwanzen.

am ersten tag ist dann nicht wirklich noch was passiert. die lange reise hatte ihre spuren hinterlassen und wir haben es gerade mal bis halb zehn ortszeit durchgehalten und sind dann fast im sitzen eingeschlafen. und heute, naja wir sind zumindest in der stadt unterwegs und haben es schon bis zu starbucks und dem internetcafe geschafft :)

oh, WIR haben natuerlich schon viele interessante bilder geschossen, aber noch nicht die moeglichkeit gefunden sie hochzuladen...nun, muesst ihr euch noch ein wenig gedulden...

die ersten erkenntnisse ueber neuseeland: 1. die neuseelaender lieben oeffentliche toiletten

2. allein in christchurch gibt es mehr asiaten als in ges. deutschland :)

bevor wir noch mehr berichten, machen wir uns nun auf, berichtenswertes zu erleben.

bis dahin...seid gegruesst und gedrueckt Katja und Franzi

 

 

September*2008 // bald schon ist . . . kiwizeit !

während man in den geschäften vor türmen von lebkuchen und spekulatius

feststellen muss, dass wohl demnächst weihnachten ansteht, wächst bei uns

gerade eine andere vorfreude: kein monat mehr - dann wird real, was noch immer so

unwirklich scheint. das *land der langen weißen wolke* - aotearoa, neuseeland.

wie viele andere vor uns machen wir uns auf, um ein jahr lang

das traumland auf der anderen seite der welt kennenzulernen. reiseführer und unzählige

berichte und bilder anderer neu-seh-land-streicher lassen nur erahnen,

welche schönheiten uns erwarten werden. wir sind gespannt und laden euch ein,

uns in unserer geschichte zu begleiten.